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Ein Drucker für alle Geräte im Heimnetz

Ein gemeinsam genutzter Drucker spart im Heimnetz und in kleinen Arbeitsgruppen Zeit, Kabel und doppelte Hardware. Dieser Leitfaden erklärt, welche Voraussetzungen vor der Freigabe erfüllt sein sollten und wie Sie einen per USB angeschlossenen Drucker über Windows oder macOS bereitstellen. Außerdem erfahren Sie, wie andere Geräte den freigegebenen Drucker hinzufügen, wann ein Netzwerkdrucker mit eigener IP-Adresse die bessere Wahl ist und wie Sie typische Fehler bei Erkennung, Berechtigungen, Treibern und Firewall gezielt beheben. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf sicheren Einstellungen im privaten lokalen Netzwerk.

Ein Drucker muss nicht an jedem Arbeitsplatz einzeln angeschlossen sein. In einem privaten Heimnetz oder kleinen Büro kann ein Gerät für mehrere Computer bereitstehen. Entscheidend ist dabei, ob der Drucker selbst im Netzwerk angemeldet ist oder ob ein Computer mit USB-Drucker als Freigabe-Host dient. Mit einer sauberen Einrichtung lassen sich Dokumente von Windows-PCs, Macs und teilweise auch Mobilgeräten zuverlässig drucken.

Die passende Freigabeart auswählen

Vor der Konfiguration sollte klar sein, wie der Drucker verbunden ist. Ein moderner WLAN- oder LAN-Drucker besitzt meist eine eigene Netzwerkverbindung und kann direkt von jedem Gerät angesprochen werden. Ein USB-Drucker benötigt dagegen einen eingeschalteten Rechner, der ihn im Netzwerk freigibt.

VarianteVoraussetzungenVorteileWichtiger Hinweis
Netzwerkdrucker per LANEthernet-Anschluss am Router oder SwitchStabile Verbindung, kein Host-PC nötigIP-Adresse im Router reservieren
Netzwerkdrucker per WLANWLAN-Zugangsdaten, ausreichender EmpfangFlexible Aufstellung ohne NetzwerkkabelBei Routerwechsel erneut verbinden
USB-Drucker über WindowsWindows-PC, Druckertreiber, privates NetzwerkVorhandene Geräte weiter nutzenDer Host-PC muss zum Drucken eingeschaltet sein
USB-Drucker über macOSMac, installierter Drucker, DruckerfreigabeEinfach im Apple-Umfeld nutzbarZugriffsrechte für Benutzer prüfen

Vorbereitung: Netzwerk und Drucker prüfen

Installieren Sie zuerst den aktuellen Treiber oder die vom Hersteller empfohlene Drucksoftware auf dem Rechner, an dem der Drucker angeschlossen ist. Drucken Sie eine Testseite direkt von diesem Gerät. Erst wenn das zuverlässig funktioniert, lohnt sich die Netzwerkfreigabe.

  • Alle beteiligten Geräte sollten im selben lokalen Netzwerk sein, etwa im selben Router-Netz.
  • Unter Windows muss das Netzwerkprofil auf Privat stehen, nicht auf Öffentlich.
  • Notieren Sie bei einem Netzwerkdrucker seine IP-Adresse, etwa 192.168.178.45.
  • Aktivieren Sie am Router keine Client-Isolation oder Gastnetz-Trennung für die Geräte, die drucken sollen.
  • Verwenden Sie nach Möglichkeit aktuelle Betriebssystem- und Druckertreiber-Versionen.

Eine Druckerfreigabe ist nur so zuverlässig wie der Rechner oder die Netzwerkverbindung, die sie bereitstellt. Für häufiges Drucken durch mehrere Personen ist ein Drucker mit eigener LAN- oder WLAN-Anbindung langfristig meist die robustere Lösung.

USB-Drucker unter Windows freigeben

Die folgenden Schritte gelten grundsätzlich für aktuelle Windows-Versionen. Die genaue Bezeichnung einzelner Menüs kann je nach Systemstand leicht abweichen. Melden Sie sich mit einem Konto an, das Druckereinstellungen ändern darf.

Freigabe am Host-PC aktivieren

  1. Öffnen Sie Einstellungen und wechseln Sie zu Bluetooth und Geräte sowie Drucker und Scanner.
  2. Wählen Sie den lokal angeschlossenen Drucker aus und öffnen Sie Druckereigenschaften. Nicht gemeint sind lediglich die Druckeinstellungen.
  3. Öffnen Sie die Registerkarte Freigabe.
  4. Aktivieren Sie Drucker freigeben und vergeben Sie einen kurzen, eindeutigen Freigabenamen, zum Beispiel Buero-Laser.
  5. Bestätigen Sie mit Übernehmen und drucken Sie eine lokale Testseite.

Prüfen Sie anschließend unter Einstellungen > Netzwerk und Internet, ob das Netzwerkprofil privat ist. In den erweiterten Freigabeeinstellungen sollten die Netzwerkerkennung und die Datei- und Druckerfreigabe für private Netzwerke aktiviert sein. Die Windows-Firewall lässt die Druckfreigabe in der Regel automatisch zu, wenn diese Funktionen korrekt eingeschaltet sind.

Freigegebenen Drucker an einem zweiten Windows-PC hinzufügen

Öffnen Sie dort ebenfalls Drucker und Scanner und wählen Sie Gerät hinzufügen. Wird der Drucker nicht automatisch gefunden, nutzen Sie die Option zum manuellen Hinzufügen. Als Netzwerkpfad können Sie \\Name-des-Host-PCs\Buero-Laser verwenden. Alternativ funktioniert häufig \\IP-Adresse-des-Host-PCs\Buero-Laser.

Windows installiert bei Bedarf einen passenden Treiber. Erscheint eine Sicherheitsabfrage oder werden Anmeldedaten verlangt, verwenden Sie ein berechtigtes Benutzerkonto des Host-PCs. Danach sollte eine Testseite vom zweiten Rechner folgen.

Druckerfreigabe auf dem Mac einrichten

macOS kann lokal angeschlossene Drucker über die Systemeinstellungen im Netzwerk bereitstellen. Verbinden Sie den Drucker zunächst per USB und stellen Sie sicher, dass er unter Systemeinstellungen > Drucker & Scanner sichtbar ist und lokal druckt.

  1. Öffnen Sie Systemeinstellungen und anschließend Allgemein > Freigaben.
  2. Aktivieren Sie Druckerfreigabe.
  3. Markieren Sie in der Druckerliste den gewünschten Drucker.
  4. Legen Sie unter den Benutzerrechten fest, wer drucken darf, etwa alle Benutzer im lokalen Netz oder nur ausgewählte Konten.
  5. Notieren Sie bei Bedarf den angezeigten Netzwerknamen des Macs und testen Sie den Zugriff von einem zweiten Gerät.

Auf einem weiteren Mac wird der freigegebene Drucker häufig automatisch unter Drucker & Scanner in der Liste der verfügbaren Geräte angezeigt. Wenn nicht, fügen Sie ihn über das Pluszeichen hinzu und wählen ihn im Bereich Netzwerk aus. Bei gemischten Umgebungen aus Windows und macOS hängt die problemlose Nutzung von der Unterstützung der verwendeten Druckprotokolle und Treiber ab.

Direkten Netzwerkdrucker per IP-Adresse hinzufügen

Ein Drucker mit eigener LAN- oder WLAN-Verbindung ist unabhängig von einem Host-PC. Rufen Sie zunächst die Druckerübersicht am Gerät, im Router oder in der Hersteller-App auf und ermitteln Sie die aktuelle IP-Adresse. Damit sich diese nicht nach einem Neustart ändert, empfiehlt sich im Router eine DHCP-Reservierung anhand der MAC-Adresse des Druckers.

Unter Windows wählen Sie beim manuellen Hinzufügen eines Druckers die Option für einen TCP/IP-Drucker und tragen die IP-Adresse ein. macOS bietet beim Hinzufügen eines Druckers ebenfalls den Reiter IP. Verwenden Sie möglichst die vom Hersteller empfohlene Erkennung oder den passenden Treiber; allgemeine Protokolle wie IPP funktionieren bei vielen Geräten, decken aber nicht immer Sonderfunktionen wie Duplexdruck, Papierfächer oder Scanoptionen vollständig ab.

Typische Probleme systematisch beheben

Wenn ein Drucker nicht erscheint oder Aufträge in der Warteschlange hängen bleiben, gehen Sie schrittweise vor. Vermeiden Sie es, gleichzeitig Treiber, Routereinstellungen und Freigaben zu ändern: Dann lässt sich die Ursache kaum noch nachvollziehen.

  • Host-PC ist nicht erreichbar: Prüfen Sie, ob er eingeschaltet ist, aus dem Ruhezustand geweckt werden kann und mit dem richtigen Netzwerk verbunden ist.
  • Freigabe wird nicht gefunden: Kontrollieren Sie Netzwerkerkennung, privates Netzwerkprofil und die Schreibweise des Freigabenamens.
  • Druckauftrag bleibt stehen: Löschen Sie festhängende Aufträge, starten Sie Drucker und Rechner neu und prüfen Sie Papier, Toner oder Tinte.
  • Falscher oder eingeschränkter Ausdruck: Installieren Sie den aktuellen Originaltreiber des Herstellers statt eines generischen Treibers.
  • WLAN-Verbindungsabbrüche: Stellen Sie den Drucker näher zum Router, nutzen Sie bei Möglichkeit LAN oder prüfen Sie die WLAN-Konfiguration.

Bei einem direkten Netzwerkdrucker können Sie im Browser die IP-Adresse eingeben. Ist die Verwaltungsseite erreichbar, besteht grundsätzlich eine Netzwerkverbindung. Ist sie nicht erreichbar, liegt die Ursache eher bei WLAN, Verkabelung, IP-Vergabe oder einer Netztrennung als beim Druckertreiber.

Sicherheit und Betrieb im Alltag

Aktivieren Sie Druckerfreigaben nur in vertrauenswürdigen privaten Netzwerken. In öffentlichen WLANs, Gäste-WLANs oder unübersichtlichen Büronetzwerken sollten Freigaben deaktiviert bleiben. Sichern Sie den Router mit einem starken WLAN-Kennwort, installieren Sie Firmware-Aktualisierungen für den Drucker und begrenzen Sie Druckrechte auf die Personen, die sie tatsächlich benötigen.

Für einen USB-Drucker bedeutet die Freigabe außerdem: Der Host-PC muss laufen und darf nicht vollständig heruntergefahren sein. Prüfen Sie daher die Energiespareinstellungen. Wer regelmäßig von mehreren Endgeräten druckt, sollte einen eigenständigen Netzwerkdrucker, einen vom Hersteller unterstützten Druckserver oder eine zentrale Drucklösung erwägen.

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Über den Autor

Stefano BarcellosChefredakteur

Journalist und Redakteur. Schreibt seit über einem Jahrzehnt über Technologie, Kultur und Alltag.