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Drucken und Scannen / / 6 Min.

Modem und Router: Zwei Aufgaben für ein stabiles Netzwerk

Modem und Router werden im Alltag oft gleichgesetzt, erfüllen jedoch klar getrennte Aufgaben. Das Modem stellt die technische Verbindung zwischen dem Anschluss des Internetanbieters und dem Heimnetz her, während der Router Geräte miteinander vernetzt, IP-Adressen vergibt und meist das WLAN bereitstellt. Für Drucker und Scanner ist diese Unterscheidung besonders wichtig: Netzwerkgeräte benötigen in der Regel den Router, nicht das Modem. Der Artikel erläutert Funktionen, Bauformen und typische Fehlerbilder, vergleicht Kombigeräte mit getrennten Lösungen und zeigt, wie sich ein WLAN-Drucker zuverlässig einrichten lässt. Zudem werden Sicherheitsaspekte, hilfreiche Prüfungen und seriöse Anlaufstellen genannt.

Wer einen WLAN-Drucker oder ein Multifunktionsgerät mit Scan-Funktion einrichten möchte, trifft schnell auf die Begriffe Modem und Router. Beide stehen häufig nebeneinander oder stecken sogar im selben Gehäuse. Trotzdem haben sie unterschiedliche Aufgaben. Dieses Wissen hilft dabei, Verbindungsprobleme richtig einzuordnen: Ein Drucker kann im Heimnetz erreichbar sein, obwohl das Internet ausgefallen ist – und ein funktionierender Internetzugang bedeutet nicht automatisch, dass Drucken oder Scannen im Netzwerk klappt.

Die Kernaufgaben auf einen Blick

Das Modem ist das Bindeglied zwischen dem Anschluss in der Wohnung und dem Netz des Internetanbieters. Es setzt die Signale der jeweiligen Zugangstechnik um. Je nach Anschluss handelt es sich beispielsweise um DSL, Kabel oder Glasfaser. Ohne diese Umsetzung kann ein gewöhnlicher Router keine Internetverbindung über den Anbieter aufbauen.

Der Router organisiert dagegen das lokale Netzwerk. Er verbindet Computer, Smartphones, Drucker, NAS-Systeme und andere Geräte miteinander und leitet Daten bei Bedarf ins Internet weiter. In den meisten Haushalten übernimmt der Router zusätzlich die Rolle des WLAN-Zugangspunkts.

MerkmalModemRouter
HauptaufgabeVerbindung zum Netz des Anbieters technisch herstellenHeimnetz verwalten und Daten zwischen Netzen weiterleiten
Typischer AnschlussTAE-/DSL-Leitung, Koaxialdose oder GlasfaserabschlussWAN-Port zum Modem, LAN-Ports und WLAN
WLAN bereitstellenNormalerweise nicht bei EinzelgerätenMeist ja
IP-Adressen im Heimnetz vergebenÜblicherweise neinJa, meist über DHCP
Für Netzwerkdrucker entscheidendNur indirekt über den InternetzugangDirekt: verbindet Drucker, PCs und Mobilgeräte

Was ein Modem am Internetanschluss macht

Der Begriff Modem geht auf „Modulator-Demodulator“ zurück. Vereinfacht gesagt übersetzt das Gerät die Signale des Anschlusses so, dass die Daten vom Anbieter zum Heimnetz gelangen und umgekehrt. Welche Hardware nötig ist, hängt von der Zugangstechnik ab.

  • DSL: Ein DSL-Modem kommuniziert über die Telefonleitung mit der Vermittlungstechnik des Anbieters.
  • Kabel: Ein Kabelmodem nutzt den Koaxialanschluss und das Kabelnetz.
  • Glasfaser: Häufig übernimmt ein ONT (Optical Network Terminal) die Umsetzung vom Glasfasersignal auf Ethernet.

Ein reines Modem besitzt oft nur einen Ethernet-Ausgang. Daran kann genau ein nachgeschaltetes Gerät angeschlossen werden, typischerweise ein Router. Es ist nicht dafür gedacht, mehrere Endgeräte zu koordinieren oder ein drahtloses Heimnetz bereitzustellen.

Was der Router im Heimnetz übernimmt

Der Router trennt und verbindet Netzwerke zugleich: Auf der einen Seite liegt das öffentliche Netz beziehungsweise die Verbindung zum Anbieter, auf der anderen Seite das private Heimnetz. Er verteilt lokale IP-Adressen, steuert Datenpakete und schützt das interne Netz in der Regel durch eine Firewall. Moderne Geräte enthalten oft noch einen Switch für kabelgebundene LAN-Verbindungen und einen WLAN-Access-Point.

Warum das für Drucken und Scannen wichtig ist

Ein Netzwerkdrucker meldet sich am Router an – per LAN-Kabel oder WLAN. Danach erhält er meist automatisch eine IP-Adresse, etwa 192.168.178.35. Computer und Smartphones im selben Heimnetz können ihn finden und Druckaufträge senden. Bei einem Multifunktionsgerät läuft auch der Scanweg über dieses lokale Netzwerk: Die Scan-App auf dem Rechner kommuniziert mit dem Gerät über den Router, nicht über das Internet.

Für die meisten Druck- und Scanaufgaben muss keine Internetverbindung bestehen. Entscheidend ist, dass Endgerät und Multifunktionsgerät im selben lokalen Netzwerk oder korrekt eingerichteten Gast- beziehungsweise VLAN-Netz arbeiten.

Ein Gerät oder zwei: Häufige Bauformen

Viele Internetanbieter liefern heute ein Kombigerät aus Modem und Router aus. Es besitzt dann beispielsweise einen DSL- oder Kabelanschluss, mehrere LAN-Buchsen und WLAN-Funktionen. Im Alltag spricht man trotzdem meist einfach vom „Router“. Technisch arbeiten darin jedoch mehrere Komponenten zusammen.

Daneben gibt es getrennte Lösungen: Ein Kabelmodem oder Glasfaser-ONT steht vor einem eigenständigen WLAN-Router. Diese Variante kann sinnvoll sein, wenn mehr WLAN-Reichweite, zusätzliche Netzwerkfunktionen oder eine gezielte Auswahl des Routers gewünscht werden. Wichtig ist, dass nicht versehentlich zwei Router dieselbe Aufgabe übernehmen. Andernfalls kann sogenanntes doppeltes NAT entstehen, was einzelne Dienste, Fernzugriffe oder Geräteerkennung erschweren kann.

WLAN-Drucker richtig mit dem Router verbinden

Vor der Einrichtung lohnt sich ein Blick auf den Netzwerknamen, die SSID. Der Drucker und das Endgerät sollten im selben regulären WLAN angemeldet sein. Viele ältere Drucker unterstützen ausschließlich das 2,4-GHz-Band. Haben 2,4 GHz und 5 GHz getrennte Namen, muss bei solchen Geräten gezielt das 2,4-GHz-Netz gewählt werden.

  1. Router einschalten und prüfen, ob andere Geräte Zugang zum Heimnetz haben.
  2. Am Drucker im Menü Netzwerk, WLAN-Einrichtung oder Drahtlos einrichten öffnen.
  3. Die passende SSID auswählen und das WLAN-Kennwort sorgfältig eingeben.
  4. Eine Netzwerkstatusseite oder einen Verbindungsbericht drucken, falls das Gerät diese Funktion anbietet.
  5. Am Windows-PC unter Einstellungen > Bluetooth und Geräte > Drucker & Scanner oder am Mac unter Systemeinstellungen > Drucker & Scanner das Gerät hinzufügen.
  6. Eine Testseite drucken und anschließend einen Testscan mit der Hersteller-App oder der integrierten Scan-Funktion durchführen.

Bei Problemen ist die auf dem Ausdruck angegebene IP-Adresse besonders hilfreich. Lässt sich die lokale Verwaltungsseite des Druckers über diese Adresse im Browser öffnen, besteht zumindest eine Netzwerkverbindung. Ist das Gerät nach einem Neustart gelegentlich nicht auffindbar, kann eine DHCP-Reservierung im Router sinnvoll sein. Der Drucker erhält dann dauerhaft dieselbe lokale IP-Adresse.

Typische Fehlerbilder gezielt unterscheiden

Internet geht nicht, Drucker druckt trotzdem

Das ist bei einem intakten Router und einem lokalen Druckauftrag normal. Ein Ausfall beim Anbieter betrifft die Verbindung nach außen, nicht zwingend das Heimnetz. Cloud-Druckdienste oder Downloads von Treibern funktionieren in dieser Situation allerdings nicht.

Internet funktioniert, aber der Drucker ist offline

Hier liegt die Ursache meist im Heimnetz oder am Drucker selbst. Prüfen Sie, ob der Drucker mit dem richtigen WLAN verbunden ist, ob ein Gastnetz verwendet wird und ob der Energiesparmodus die Netzwerkverbindung trennt. Auch ein geändertes WLAN-Kennwort nach einem Routerwechsel ist ein häufiger Grund.

Scanner wird nicht gefunden

Die Druckfunktion kann verfügbar sein, während die Scan-Software fehlt oder blockiert wird. Installieren Sie die aktuelle Herstellersoftware, erlauben Sie sie gegebenenfalls in der Firewall und verwenden Sie keine isolierten Gastnetzwerke. Bei einigen Geräten muss zusätzlich „Scan to Computer“ im Bedienfeld oder in der Hersteller-App aktiviert werden.

Sicherheit und sinnvolle Einstellungen

Der Router ist die zentrale Sicherheitsinstanz des Heimnetzes. Ändern Sie das voreingestellte Administrationskennwort, installieren Sie Firmware-Aktualisierungen und nutzen Sie eine aktuelle WLAN-Verschlüsselung wie WPA2 oder WPA3. WPS kann die Einrichtung vereinfachen, sollte aber nur bei Bedarf aktiviert sein. Für Besucher empfiehlt sich ein separates Gast-WLAN; Drucker und Scanner gehören meist nicht dorthin, wenn sie von den eigenen Geräten erreichbar bleiben sollen.

Auch beim Drucker selbst sind Updates wichtig. Multifunktionsgeräte speichern unter Umständen Scanaufträge, Adressbücher oder Zugangsdaten für Netzwerkordner. Vor Verkauf, Rückgabe oder Entsorgung sollten gespeicherte Daten gelöscht und das Gerät auf Werkseinstellungen zurückgesetzt werden.

Referenzen und weiterführende Informationen

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Über den Autor

Stefano BarcellosEditor jefe

Periodista y editor. Escribe sobre tecnología, cultura y vida cotidiana desde hace más de una década.