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Die MAC-Adresse: Kennung für Geräte im lokalen Netzwerk

Eine MAC-Adresse ist eine hardwarebezogene Kennung einer Netzwerkschnittstelle. Sie ermöglicht es Switches, Router und WLAN-Access-Points, Geräte innerhalb eines lokalen Netzes voneinander zu unterscheiden und Datenframes gezielt weiterzuleiten. Der Beitrag erklärt den Aufbau mit Herstellerpräfix und Geräteanteil, grenzt MAC- von IP-Adressen ab und zeigt ihre praktische Bedeutung für Netzwerkdrucker, Multifunktionsgeräte und Scanner. Außerdem beschreibt er typische Fundstellen unter Windows, macOS und am Bedienfeld eines Druckers, sinnvolle Einsatzfelder wie DHCP-Reservierungen und Zugriffskontrollen sowie Grenzen beim Datenschutz und bei der Netzwerksicherheit.

Eine MAC-Adresse ist die Kennung einer Netzwerkschnittstelle in einem lokalen Netzwerk. Sie hilft Netzwerkkomponenten dabei, ein Gerät auf der Übertragungsstrecke zu erkennen und Daten an die richtige Schnittstelle zu senden. Bei Druckern, Multifunktionsgeräten und Netzwerkscannern ist sie besonders nützlich, wenn ein Gerät erstmals eingerichtet, im Router gesucht oder mit einer festen lokalen IP-Adresse versehen werden soll. Trotz ihres Namens hat sie nichts mit Apple-Computern zu tun: „MAC“ steht für Media Access Control.

Was eine MAC-Adresse kennzeichnet

Eine MAC-Adresse gehört nicht zwangsläufig zum gesamten Gerät, sondern zu dessen Netzwerkschnittstelle. Ein Multifunktionsdrucker mit LAN-Anschluss und WLAN besitzt daher häufig zwei unterschiedliche MAC-Adressen: eine für Ethernet und eine für WLAN. Nutzt das Gerät zusätzlich Wi-Fi Direct, kann auch dafür eine eigene Kennung erscheinen.

Im klassischen Ethernet- und WLAN-Umfeld besteht eine MAC-Adresse aus 48 Bit. Sie wird meist als sechs Zweiergruppen hexadezimaler Zeichen dargestellt, etwa 3C:52:82:1A:4F:B9. Je nach Oberfläche werden statt Doppelpunkten Bindestriche verwendet oder die Zeichen ohne Trennzeichen geschrieben. Der technische Wert bleibt derselbe.

Aufbau der Adresse

Die ersten drei Bytes bilden in der Regel den Herstelleranteil, auch OUI (Organizationally Unique Identifier) genannt. Die folgenden drei Bytes unterscheiden einzelne Schnittstellen innerhalb dieses Bereichs. Die Zuordnung eines Präfixes kann Hinweise auf den Hersteller liefern, ist aber kein verlässlicher Eigentumsnachweis: Geräte können umgelabelt, Schnittstellen ausgetauscht oder Adressen softwareseitig verändert werden.

Eine MAC-Adresse identifiziert eine Schnittstelle nur innerhalb des jeweiligen Übertragungsnetzes. Sie ist weder eine weltweit sichere Geräteidentität noch ein Ersatz für Anmeldung, Verschlüsselung und Rechteverwaltung.

MAC-Adresse und IP-Adresse: der entscheidende Unterschied

MAC- und IP-Adresse werden oft verwechselt, erfüllen jedoch verschiedene Aufgaben. Die MAC-Adresse arbeitet auf der Sicherungsschicht und ist vor allem für die Zustellung von Datenframes im lokalen Segment wichtig. Die IP-Adresse dient der logischen Adressierung und dem Verkehr zwischen Netzwerken. Ein Router kann einem Drucker per DHCP heute die Adresse 192.168.178.45 und morgen eine andere lokale IP-Adresse zuweisen; dessen MAC-Adresse der verwendeten Schnittstelle bleibt üblicherweise gleich.

MerkmalMAC-AdresseIP-Adresse
HauptaufgabeKennung und Zustellung im lokalen NetzwerkLogische Erreichbarkeit in IP-Netzen
Typisches Format3C:52:82:1A:4F:B9192.168.178.45 oder IPv6-Adresse
VergabeMeist vom Schnittstellenhersteller, teils änderbarStatisch konfiguriert oder per DHCP zugewiesen
Relevanz beim DruckerGerät im Router eindeutig wiederfindenDrucker über Treiber, Browser oder Scan-Software ansprechen
GültigkeitsbereichLokales NetzwerksegmentLokales Netz und – abhängig vom Routing – weitere Netze

Damit ein Computer ein lokales Ziel per IP erreichen kann, wird die passende MAC-Adresse im Netz ermittelt. Bei IPv4 geschieht das typischerweise über ARP, bei IPv6 über das Neighbor Discovery Protocol. Für Anwender läuft dieser Vorgang unsichtbar ab. Praktisch wird er erst, wenn ein Drucker zwar eingeschaltet ist, aber nicht mehr unter seiner bekannten IP-Adresse gefunden wird.

Warum sie bei Druckern und Scannern wichtig ist

In einem privaten Netzwerk oder Büro stehen oft mehrere ähnliche Geräte. Die MAC-Adresse erlaubt es, das richtige Gerät im Router oder in einer Verwaltungssoftware zweifelsfrei zuzuordnen. Das ist hilfreich, wenn sich ein Netzwerkdrucker nach einem Router-Neustart eine neue IP-Adresse geholt hat oder die Scan-to-Ordner-Funktion plötzlich keine Verbindung mehr aufbaut.

  • DHCP-Reservierung: Der Router weist einer bestimmten MAC-Adresse immer dieselbe lokale IP-Adresse zu.
  • Bestandsverwaltung: IT-Abteilungen ordnen Drucker, Etagen und Seriennummern nachvollziehbar zu.
  • Fehlersuche: In der Geräteliste des Routers lässt sich prüfen, ob sich die LAN- oder WLAN-Schnittstelle tatsächlich angemeldet hat.
  • Zugangsregeln: Einige WLANs verwenden MAC-Filter als zusätzliche organisatorische Einschränkung.
  • Netzwerkwechsel: Beim Umzug eines Geräts in ein anderes VLAN hilft die Kennung bei der Suche in Protokollen und Switch-Listen.

MAC-Adresse am Drucker und Computer finden

Der zuverlässigste Weg bei einem Drucker ist ein Konfigurations- oder Netzwerkbericht. Die genaue Bezeichnung unterscheidet sich je nach Hersteller, häufig liegt sie unter Einrichtung, Netzwerk, Berichte oder Informationen. Auf dem Ausdruck stehen oft getrennt „Wired MAC Address“ und „Wireless MAC Address“.

Praktische Vorgehensweise

  1. Entscheiden Sie zuerst, ob der Drucker über Netzwerkkabel oder WLAN verbunden werden soll.
  2. Öffnen Sie am Bedienfeld den Bereich Netzwerk und drucken Sie einen Netzwerk- bzw. Konfigurationsbericht aus.
  3. Notieren Sie die MAC-Adresse der tatsächlich genutzten Schnittstelle, nicht nur irgendeine Adresse auf dem Bericht.
  4. Öffnen Sie die Administrationsoberfläche Ihres Routers und suchen Sie in der Liste verbundener Geräte nach dieser Adresse.
  5. Richten Sie bei Bedarf eine DHCP-Reservierung ein und verwenden Sie anschließend die zugehörige IP-Adresse für Treiber, Weboberfläche oder Scan-Software.

Unter Windows zeigt die Eingabeaufforderung mit ipconfig /all die „Physische Adresse“ der eigenen Adapter. Alternativ finden Sie sie in den Einstellungen unter Netzwerk und Internet bei den Hardwareeigenschaften. Unter macOS ist sie in Systemeinstellungen beziehungsweise Systemeinstellungen > Netzwerk in den Details der jeweiligen Verbindung sichtbar. Für die Druckeradresse ist jedoch der Gerätebericht oder die Routerliste meist aussagekräftiger.

Feste Erreichbarkeit richtig einrichten

Für dauerhaft genutzte Netzwerkdrucker ist eine DHCP-Reservierung meist besser als eine manuell am Gerät eingetragene statische IP-Adresse. Dabei bleibt DHCP aktiv, aber der Router vergibt anhand der MAC-Adresse stets dieselbe Adresse. So werden Konflikte mit dem DHCP-Bereich und fehlerhafte Netzparameter weniger wahrscheinlich.

Wichtig: Eine Reservierung gilt nur für die MAC-Adresse der aktuell verwendeten Schnittstelle. Wechselt ein Drucker von LAN zu WLAN, sieht der Router oft eine andere MAC-Adresse und damit ein neues Gerät. Die Reservierung muss dann für die WLAN-Schnittstelle eingerichtet werden. Nach der Änderung sollten Sie den Drucker neu mit dem Netzwerk verbinden oder neu starten und danach einen Testdruck sowie einen Testscan durchführen.

Datenschutz und Sicherheit realistisch bewerten

MAC-Adressen können in lokalen Netzen in Routerlisten, Switch-Tabellen und Diagnoseprotokollen auftauchen. Deshalb sollten Screenshots von Netzwerkübersichten nicht unbedacht weitergegeben werden. Sie verraten zwar normalerweise keine Passwörter, können aber Informationen über vorhandene Geräte und Hersteller liefern.

Ein MAC-Filter allein schützt ein WLAN nicht zuverlässig. MAC-Adressen werden bei der lokalen Kommunikation übertragen und können unter Umständen beobachtet oder nachgeahmt werden. Die wesentlichen Schutzmaßnahmen sind ein aktueller Router, WPA2- oder besser WPA3-Verschlüsselung, ein starkes individuelles WLAN-Kennwort, deaktivierte unnötige Fernzugänge und getrennte Netze für Gäste oder IoT-Geräte. Für gemeinsam genutzte Bürodrucker sind zusätzlich aktuelle Firmware und ein administratives Kennwort für die Weboberfläche wichtig.

Typische Probleme und sinnvolle Prüfung

Wenn ein Drucker im Router nicht erscheint, prüfen Sie zunächst die Verbindung statt nur die Adresse: Leuchtet die WLAN-Anzeige? Ist das Netzwerkkabel eingerastet? Wurde das richtige WLAN ausgewählt? Bei Dualband-WLANs unterstützen ältere Geräte möglicherweise nur das 2,4-GHz-Band. Ein erneut gedruckter Netzwerkbericht zeigt, ob eine IP-Adresse, Signalstärke und der Verbindungsstatus vorliegen.

Erscheint das Gerät mit einer unbekannten oder wechselnden Kennung, kann eine zufällige MAC-Adresse des Endgeräts, ein Wechsel zwischen Schnittstellen oder ein zwischengeschalteter Druckserver die Ursache sein. Für die dauerhafte Zuordnung sollte immer die Adresse verwendet werden, die der Router für die aktive Druckerverbindung anzeigt.

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Über den Autor

Stefano BarcellosEditor jefe

Periodista y editor. Escribe sobre tecnología, cultura y vida cotidiana desde hace más de una década.